Parodontitis behandeln in Wiesbaden
Wenn das Zahnfleisch blutet und zurückgeht
Zahnfleisch, das beim Putzen blutet, ist nicht normal. Es ist meist das erste Zeichen einer Entzündung, die unbehandelt den Knochen abbaut, der Ihre Zähne hält. Früh erkannt lässt sich Parodontitis gut behandeln — und die systematische Behandlung ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.



Woran Sie eine Parodontitis erkennen
- Zahnfleischbluten – beim Putzen oder beim Essen
- Zurückgehendes Zahnfleisch – die Zähne wirken länger als früher
- Empfindliche Zahnhälse – besonders bei Kaltem und Süßem
- Dauerhafter Mundgeruch – der sich durch Putzen nicht beheben lässt
- Zähne, die sich bewegen – ein spätes Zeichen, dann ist bereits Knochen verloren
Was dahintersteckt
Parodontitis, umgangssprachlich Parodontose, ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats. Zwischen Zahn und Zahnfleisch bilden sich Taschen, in denen sich Bakterien ansiedeln, wo keine Zahnbürste hinkommt. Der Körper reagiert mit einer Entzündung — und baut dabei über Jahre den Knochen ab, der den Zahn hält.
Das geschieht meist ohne Schmerzen. Deshalb bemerken viele Menschen die Erkrankung erst, wenn Zähne locker werden. Bis dahin ist verlorener Knochen nicht mehr zurückzuholen. Gestoppt werden kann die Entzündung aber in fast jedem Stadium.
Warum wir alle zwei Jahre danach schauen
Bei allen Patientinnen und Patienten erheben wir alle zwei Jahre den sogenannten Parodontalen Screening-Index. Das ist eine kurze, schmerzfreie Untersuchung, die zeigt, ob das Zahnfleisch gesund ist. Fällt sie auffällig aus, schauen wir genauer hin — lange bevor Zähne wackeln.
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So läuft die Behandlung ab
Von der Diagnose bis zur Nachsorge. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf, und Sie wissen vorher, was als Nächstes kommt.
01
Befund und Antrag
Wir messen die Tiefe aller Zahnfleischtaschen und erheben einen vollständigen Befund. Damit beantragen wir die Behandlung bei Ihrer Krankenkasse.
02
Aufklärung und Vorbereitung
Wir besprechen den Befund mit Ihnen und zeigen Ihnen, worauf es bei der Pflege zu Hause ankommt. Vor der eigentlichen Behandlung steht eine professionelle Zahnreinigung.
03
Die Behandlung
Unter örtlicher Betäubung reinigen wir die Zahnfleischtaschen und glätten die Wurzeloberflächen. Meist an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, je eine Seite pro Termin.
04
Kontrolle und Nachsorge
Nach einer Woche sehen wir Sie wieder und bringen bei Bedarf ein Medikament in die Taschen ein. Nach drei Monaten erheben wir den Befund erneut und vergleichen.

Das sagen unsere Patienten
Was die Krankenkasse übernimmt
Die systematische Parodontitisbehandlung ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wir beantragen sie mit Ihrem Befund, und nach der Genehmigung beginnt die Behandlung.
Auch die Nachsorge ist Kassenleistung
An die Behandlung schließt sich die unterstützende Parodontitistherapie an: Reinigungen, Mundhygienekontrollen und Befunde über zwei Jahre. Wie oft Sie in dieser Zeit kommen, richtet sich nach dem Schweregrad Ihrer Erkrankung — ein-, zwei- oder dreimal pro Jahr. Auch diese Termine übernimmt die Kasse.
Was Sie selbst tragen
Die professionelle Zahnreinigung vor Behandlungsbeginn ist eine private Leistung. Und nach Ablauf der zwei Jahre gilt: Damit das Ergebnis stabil bleibt, braucht Ihr Zahnfleisch weiterhin regelmäßige Reinigungen. Eine behandelte Parodontitis ist nicht geheilt, sondern zum Stillstand gebracht — und dort hält sie nur die Nachsorge.
Mehr zur professionellen Zahnreinigung
Häufige Fragen zur Parodontitisbehandlung
- Ja. Die systematische Parodontitisbehandlung ist eine Kassenleistung. Wir erheben den Befund und beantragen die Behandlung bei Ihrer Kasse. Nach der Genehmigung geht es los.
- Die Behandlung erfolgt unter örtlicher Betäubung, Sie spüren währenddessen nichts. In den Tagen danach kann das Zahnfleisch empfindlich sein, das lässt schnell nach.
- Wir behandeln an jedem Termin eine Seite. So ist nie Ihr ganzer Mund betäubt und Sie können nach dem Termin normal trinken und sprechen.
- Etwa 45 Minuten je Termin.
- Die Zahnreinigung arbeitet oberhalb des Zahnfleischrands und ist Vorsorge. Die Parodontitisbehandlung reinigt die Zahnfleischtaschen darunter und ist Therapie. Vor der Behandlung steht deshalb immer eine professionelle Zahnreinigung.
- Über zwei Jahre zur unterstützenden Therapie, je nach Schweregrad ein-, zwei- oder dreimal jährlich. Danach halten regelmäßige Zahnreinigungen das Ergebnis stabil.
- Die Entzündung läuft weiter und baut Knochen ab. Das geht lange ohne Schmerzen, endet aber mit lockeren Zähnen und Zahnverlust. Verlorener Knochen wächst nicht nach — gestoppt werden kann die Entzündung dagegen in fast jedem Stadium.
- Ja, wenn die Entzündung vorher zum Stillstand gebracht wurde. Das ist sogar die Voraussetzung: Implantate brauchen gesundes Gewebe. Deshalb steht die Parodontitisbehandlung bei uns immer vor einer Implantatversorgung.

Lassen Sie Ihr Zahnfleisch ansehen
Die Untersuchung dauert wenige Minuten und tut nicht weh. Sie erfahren danach genau, wie es um Ihr Zahnfleisch steht — und ob überhaupt etwas zu tun ist.
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